
In vielen Ländern werden Pferde und Esel aber auch Kamele und Elefanten zum Reiten, für Touristenfahrten oder als Lasttiere eingesetzt. Mangelnde Pflege und eine schlechte Ausrüstung sind für alle Arten von Lasttieren, wie Esel, Pferde, Maultiere, Kamele und Lamas, eine wahre Quälerei. In vielen Ländern leiden Pferde, die Wagen mit Touristen ziehen, unter der Hitze. Viele lahmen oder haben Verletzungen durch Verkehrsunfälle erlitten. Wird ein Zaumzeug schlechter Qualität verwendet, leiden die Tiere unter Schmerzen, die durch das Ziehen von zu großen Lasten oder das Tragen von zu schweren Menschen noch verschlimmert werden.
In Asien ist vor allem der Einsatz von Elefanten weit verbreitet. Die Wildtiere haben sehr starke Instinkte. Um diese zu unterdrücken und die Tiere zu beherrschen, werden häufig Gewalt sowie rücksichtslose und grausame Trainingsmethoden angewandt. Zudem bekommen die Elefanten häufig nicht genug Futter und Wasser, ihre Unterkunft ist oft unzureichend und Verletzungen werden nicht behandelt. Die Tiere müssen mitunter Lasten tragen, die für ihre Größe oder ihr Alter viel zu schwer sind. Ein ungeeignetes Zaumzeug oder falsche Sättel können zu schweren und schmerzhaften Verletzungen führen. Wurden die Tiere in der Wildnis eingefangen, leiden sie sowohl seelisch als auch körperlich. Sie sind oft nicht in der Lage, soziale Bindungen mit Artgenossen einzugehen.
Schauen Sie vor dem Ausritt mit einem Tier genau hin. Es gibt durchaus Ausritt-Pferde, -Esel oder -Kamele, die human und tierschutzgerecht behandelt werden. Verzichten Sie jedoch lieber auf Ihren Ausritt, sobald Grund zu Zweifeln am Schutz des Tieres besteht. Sie können beispielsweise überprüfen, ob es für die Tiere Schatten, Wasser und Ruhepausen gibt. Grundsätzlich empfiehlt es sich nicht, auf wilden Tieren, wie Elefanten, zu reiten. Dadurch können Sie vermeiden, dass diese extra dafür eingefangen und nicht artgerecht gehalten werden, ganz abgesehen von den regelmäßigen rücksichtslosen und grausamen Methoden zum Dressieren der Tiere.
Jeder mitfühlende Tourist hat die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass Arbeitstiere nicht leiden müssen. Aus diesem Grund sollten sich Reisende an die folgenden Richtlinien halten, um eine verantwortungsbewusste Wahl zu treffen:
Nur ein Reiter pro Pferd. Das Tier muss Ihr Gewicht tragen und dabei mühelos starten, anhalten und sich bewegen können. Sollte das Tier stolpern oder irgendwelche Schwierigkeiten haben, steigen Sie bitte ab.
Ein Rad pro Person bei der Fahrt in einem Wagen, z.B. zwei Leute in einem Wagen mit zwei Rädern. Die Wagen sollten nicht schneller als mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.
Lassen Sie sich nicht von den Dekorationen und dem Wagen täuschen. Suchen Sie sich ein Pferd aus, das stark und gesund aussieht. Meiden Sie Pferde, bei denen die Knochen, Rippen oder das Rückgrat hervorstehen.
Nehmen Sie keine Pferde mit wunden Stellen oder Verletzungen. Schauen Sie sich das Maul, die Schultern, das Rückgrat und den Bauch an. Diese Bereiche sind normalerweise ständig mit dem Zaum- oder Sattelzeug in Kontakt. Verletzungen könnten auch unter dem Sattel oder dem Zaumzeug verborgen sein. Bitten Sie darum, sich das Pferd näher anzuschauen, wenn Sie Zweifel in Bezug auf dessen Wohlergehen haben.
In vielen Ländern sind die Menschen für ihren Lebensunterhalt auf ihre Tiere angewiesen. Bei unseren Projekten arbeitet die WSPA mit Gemeinden zusammen, die Pferde besitzen, um das Leben dieser Tiere zu verbessern.