
Weltweit werden Tiere gegen Gebühr auf der Straße oder in spezifischen Einrichtungen, wie zum Beispiel den Tiger-Tempeln in Thailand, für Urlaubserinnerungen als Foto-Requisite angeboten.
In folgenden Ländern und Regionen ist dies besonders häufig vorzufinden: Südostasien (vor allem Thailand), Mexiko, Spanien, Bulgarien, Marokko, Russland, Rumänien, Indien und Sri Lanka. Die Reihe der auf diese Weise missbrauchten Tiere reicht von Elefanten, Tigern und Löwenbabys bis zu Affen, Vögeln, Bären und Alligatoren usw..
In Thailand befinden sich etwa 3800 der schätzungsweise 5000 gefährdeten asiatischen Elefanten im Privatbesitz, und die meisten werden als Touristenattraktion eingesetzt. Sie müssen in Bars und Klubs Zirkustricks für Touristen vorführen oder für Fotos posieren.
Ständige Berührungen durch den Menschen bedeuten für Wildtiere großen Stress. Viele von ihnen wurden bereits in sehr jungen Jahren ihren Müttern entrissen. Verlieren die Tiere irgendwann ihre magische Anziehung oder werden komplizierter im Umgang, enden sie oft in primitiven Zoos, im Zirkus oder werden getötet.
Potentiell gefährliche Tiere, wie zum Beispiel Löwenbabys, werden routinemäßig betäubt. Um die Menschen zu schützen entfernt man ihre Klauen und Zähne. Es kommt vor, dass die Schnauzen der Tiere mit Draht umwickelt und sie so eng angekettet werden, dass sie sich kaum bewegen können.
Trotz dieser Maßnahmen sind Menschen nach wie vor beträchtlichen Risiken ausgesetzt. 2008 zum Beispiel starb in China ein junges Mädchen auf tragische Weise, als es mit einem Tiger fotografiert wurde. Vermutlich erschreckte der Blitz der Kamera das Tier. Touristen riskieren auch, sich mit ernsthaften Krankheiten anzustecken, wenn sie wilde Tiere berühren.
Verzichten Sie lieber auf das ein oder andere Foto. Lassen Sie kein Foto von sich und einem wilden Tier machen, das nur zu diesem Zweck gefangen gehalten wird. Mit ihrem „Nein” zu einem solchen Foto zeigen Sie, wie sehr Sie es ablehnen, dass Tiere unter Drogen gesetzt, mit harschen Methoden dressiert oder ihnen die Zähne entfernt werden, damit sie sich in der Gegenwart der Touristen „benehmen”.
Im Urlaub gibt es fantastische Gelegenheiten, Fotos zu schießen, ohne dass Tiere dabei zu Schaden kommen.