Mar 31, 2009

Die Europäische Union hat offiziell bekannt gegeben, dass sie die „Allgemeine Tierschutzerklärung“ (UDAW – Universal Declaration on Animal Welfare) unterstützt - ein bedeutender Fortschritt für die weltweite Anerkennung des Tierschutzes.
Die Bildung eines allgemein gültigen Abkommen über die Bedeutung von Tierschutz würde allen Ländern weltweit aufzeigen, dass Tierschutz eng mit globalen Entwicklungsthemen wie Nahrungssicherheit, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz verknüpft ist. Die WSPA geführte Kampagne möchte dies in einem weltweit anerkannten Abkommen verankert sehen.
Nach einstimmiger Erklärung zur Unterstützung der Deklaration treten nun die Landwirtschaftsminister der EU-Länder einer wachsenden Anzahl von Regierungen und Vereinen bei - sowohl in wirtschaftlich starken als auch schwachen Ländern.
Die von der WSPA initiierte Kampagne, deren Ziel es ist, den Tierschutz als internationale Angelegenheit anerkannt zu wissen, wurde bereits von den Regierungen von Fiji, Neuseeland, den Niederlanden, Palau, den Seychellen, Kambodscha, Schweden, der Schweiz und England befürwortet.
In diesem Tagen haben alle 27 EU-Mitgliederstaaten geschlossen dafür gestimmt und werden somit zum ersten regionalen Forum zur Unterstützung des UDAW.
„Dieser Beschluss repräsentiert 27 starke Stimmen zur Unterstützung des Tierschutzes und liefert eine Basis zur Zusammenarbeit mit bereits vereinbarten Partnern als auch mit Regierungen, die das Abkommen noch in Betracht ziehen“, erläuterte Justine Holmes, Leiterin der UDAW-Kampagne der WSPA.
„Mit der heutigen Erklärung hat die EU die Zusammenhänge anerkannt, die Tierschutz mit weltweit wichtigen Problemen wie Klimaschutz, Nahrungssicherheit, Gesundheitsfürsorge und Armutsbekämpfung darstellt.“
Die Europäische Union hat bereits bestens anerkannte Tierschutzgesetze weltweit. Innerhalb ihres Aktionsplans der Gemeinschaft für den Schutz und das Wohlbefinden von Tieren 2006-2010 haben sie sich geschlossen verpflichtet, den Tierschutz innerhalb der EU zu verbessern.
Jedoch ist die Anerkennung der Bedürfnisse von Tieren kein westlicher Luxus: Mitglieder der G77, die Gruppe von mittlerweile 130 Entwicklungsländern (ehemals 77), haben erst kürzlich die WSPA aufgefordert, die UN Botschafter zu informieren, inwiefern fundierter Tierschutz den ärmsten Menschen der Welt helfen kann, die von Tieren als Existenzgrundlage abhängig sind.
Die „Allgemeine Tierschutzerklärung“ (UDAW) muss von den Vereinten Nationen empfohlen werden, um überhaupt einen Einfluss zu haben.
Die heutige Mitteilung beinhaltet auch eine Verpflichtung zur ‘aktiven Unterstützung, das Abkommen bei den Vereinten Nationen auszuarbeiten‘.
Das wird der WSPA helfen, den Nutzen von fundiertem Tierschutz anderen UN-Mitgliederstaaten zu verdeutlichen – für Tiere, Menschen und die Umwelt – und schließlich der Generalversammlung der UN vorzulegen.
Unterstützen Sie unseren Online-Aufruf für eine „Allgemeine Tierschutzerklärung“ (UDAW – Universal Declaration on Animal Welfare) >> http://www.wspa.de/animalsmatter