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Neuer Film über Langstreckentransporte

Jul 29, 2009

Jedes Jahr leiden Millionen von Schafe, viele sterben während der langen Fahrten von Australien in den Nahen Osten

„Lebend verfrachtet – warum Tiere lange Transporte ertragen müssen“ – so heißt der neue Film von Deutsche Welle TV. Die WSPA Welttierschutzgesellschaft konnte dank ihrer Kampagne „Handle with Care“ (HWC) dem Sender exklusives Filmmaterial, ein Interview mit HWC-Expertin Sofia Parente und wichtige Informationen zu Transportrouten zur Verfügung stellen.

In dem Beitrag sehen Sie, wie der Mensch mit dem landwirtschaftlichen Produkt „Tier“ umgeht, es lebendig verfrachtet und den Strapazen langer Transportrouten aussetzt. Offizielle Bilder von Seiten der Unternehmen gibt es nicht und so erfahren die Verbraucher nur selten von Schafen, die wochenlang zusammengepfercht von Australien bis in den Nahen Osten fahren müssen.

Sehen Sie hier den Filmbeitrag:

 

Was passiert bei Langstreckentransporten?

Weltweit leiden jährlich Millionen Tiere unbeschreibliche Qualen bei Langstreckentransporten. Sie werden beim Verladen mit Tritten, Schlägen und Elektroschocks misshandelt. In den LKWs und Schiffscontainern ist es eng und stickig, quälender Durst und schmerzende Verletzungen führen zu zusätzlichem Leid. Bis zu 10 Prozent der Tiere überleben diese Strapazen nicht. Sie brechen entkräftet zusammen und werden unter den Leibern ihrer Artgenossen regelrecht begraben.

Beispiel Europa

Über 10.000 Pferde werden jährlich von Spanien nach Italien zum Schlachten gekarrt. Bis zu 46 Stunden harren die Pferde auf den Ladeflächen aus. Selbst bei Temperaturen von über 40 Grad werden sie nicht abgeladen und getränkt. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Einzelboxen fehlen auf den meisten Ladeflächen. So müssen die Pferde die Bewegungen des LKWs permanent ausbalancieren, damit sie nicht unter die Hufen ihrer Nachbarn geraten. Hintergrund der Transporte: Werden die Pferde in Italien geschlachtet, darf das Fleisch den Verbrauchern als einheimische Ware angeboten werden.

 

Was wir dagegen tun

Unsachgemäßge Transportbedingungen verursachen unnötiges Leid für die Tiere

Im Zuge unserer seit 2008 laufenden Kampagne konnten wir bewirken, dass ein spanisches Unternehmen, welches für seine miserablen Bedingungen bei Pferdetransporten bekannt war, jegliche Tiertransporte einstellte.

Außerdem setzt sich die Handle-with-Care-Koalition für die Einhaltung der bestehenden EU-Normen und deren Überarbeitung hinsichtlich kürzerer Transportzeiten ein. Eine weitere Forderung der Kampagne an die EU-Kommission ist, dass künftig nachhaltiger gegen jene Mitgliedstaaten vorgegangen wird, welche die gegenwärtige Ratsverordnung nicht effektiv durchsetzen. Letztere schreibt einige dringend benötigte Verbesserungen für das Wohl der Tiere vor, wie z.B. Kabinentrennwände in den Pferdecontainern  sowie klare Richtlinien zu den Beladungsdichten.

In Europa gibt es auch durch die Öffentlichkeit große Unterstützung für ein Ende der Langstreckentransporte. Erst vor wenigen Monaten überreichte die Handle-with-Care-Koalition der europäischen Kommissarin für Gesundheit in Brüssel mehr als 150.000 Protest-Unterschriften. Dies wurde durch die EU willkommen geheißen und die EU-Gesundheitskommissarin versprach, künftig mehr Sorge für den Schutz von Transporttieren zu tragen.

Deutsche-Welle-TV-Film „Lebend verfrachtet – warum Tiere lange Transporte ertragen müssen“ >>

Weitere Informationen zu Langstreckentransporten >>

 

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