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Haiti: Sechs Monate nach dem Erdbeben - 25.000 Tieren wurde geholfen

Jul 13, 2010

Dank der großzügigen Spenden und dem tatkräftigen Einsatz des Katastrophenhilfeteams haben wir großartige Fortschritte in den letzten sechs Monaten gemacht. Bis heute wurden mehr als 25.000 kranke und verletzte Tiere nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti behandelt.

Sehen Sie sich das aktuelle Video zum Einsatz des ARCH-Teams an >>

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Mit vereinten Kräften für das Wohl der Tiere

Zur besseren Koordination aller Hilfsmaßnahmen wurde nach dem Erbeben vom 12. Januar 2010 die Animal Relief Coalition for Haiti (ARCH) unter der Leitung des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) und der World Society for the Protection of Animals (WSPA) gegründet. Seitdem arbeitet die Koalition eng mit der haitianischen Regierung zusammen. Neben der kurzfristigen Versorgung der Tiere soll der Wiederaufbau bzw. die Neuschaffung einer veterinärmedizinischen Infrastruktur in Haiti erreicht werden.

„Der erste Schritt, nämlich für eine solide Zusammenarbeit aller Tierschutzorganisationen zu sorgen, war besonders wichtig, um so vielen Tieren wie möglich schnell und effektiv zu helfen. “ sagt Gerardo Huertas, Leiter des WSPA-Katastrophenteams für Nord-und Südamerika. „Als Zusammenschluss war es für uns leichter, gemeinsam mit der haitianischen Regierung, den Vereinten Nationen und anderen Hilfsorganisationen die wichtigsten Probleme im Bereich der Tiernothilfe zu definieren und anzugehen. Gleichzeitig konnten wir auf diese Weise einen langfristigen Plan zum Wiederaufbau erstellen, mit dem die Haitianer sich selbst und ihre Tiere vor zukünftigen Katastrophen besser schützen können.“

 

Erste Hilfsmaßnahmen und Wiederaufbau

Kinder beobachten wie ein Tierarzt von ARCH einen Hund untersucht

Nach der Katastrophe war die gesundheitliche Stabilisierung der Tiere sehr wichtig. Nicht nur, weil viele Haitianer aus wirtschaftlichen Gründen auf ihre Tiere angewiesen sind, sondern auch, weil die Krankheitsübertragung durch Tiere auf den Menschen eine ernsthafte Bedrohung darstellte.

„Auf Haiti ist es sehr wichtig, das gesundheitliche Wohl der Tiere auch unter dem Aspekt des Wohlergehens der Menschen zu betrachten. Wenn wir die Tiere impfen, dann helfen wir nicht nur ihnen, sondern auch vielen Menschen“, so Kevin Degenhard, Projektmanager bei ARCH und leitender Mitarbeiter bei der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA).

Nach dem Erdbeben bildete Degenhard zusammen mit Dr. Jean Francois Thomas, haitianischer Veterinärmediziner mit über 20 Jahren Praxiserfahrung, ein lokales Team von drei Tierärzten, drei Veterinärtechnikern und zwei Sicherheitsbeamten aus. Das wichtigste Hilfsmittel von ARCH ist nach wie vor die mobile tierärztliche Klinik, die dem Team ermöglicht, in die vom Erdbeben betroffenen Gebiete zu fahren und Tausende Hunde, Katzen, Ziegen, Kühe, Pferde und andere Tiere medizinisch zu behandeln und zu impfen.

„Unser ursprüngliches Ziel bestand darin, 14.000 Tiere in einem Jahr zu versorgen. Aber schon nach den ersten beiden Monaten hatte unser Team 12.700 Tiere behandelt. Bis heute sind es bereits über 25.000 Tiere. Ich bin sehr beeindruckt von unserer erfolgreichen Zusammenarbeit“, fügte Degenhard hinzu.

Mit Öffentlichkeitsarbeit den Tieren helfen

Auch die Reparaturarbeiten, wie die Erneuerung der Mauer des Nationalen Tierärztlichen Labors (National Veterinary Laboratory) sowie deren Fundamente wurden bereits bewältigt. Als nächstes sollen 24 solarbetriebene Kühlvorrichtungen eingerichtet werden, um die Impfstoffe für die Tiere aufzubewahren.

Die ersten Erfolge sind sehr ermutigend. Klar ist aber auch, dass eine langfristige Verbesserung nur durch die Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf die Gesundheit der Tiere erreicht werden kann.

„Je mehr Menschen wir informieren, entweder durch öffentliche Medien oder über Schulen, desto mehr kommen zu uns und lassen ihre Tiere behandeln“, berichtet Degenhard. „Wenn die Bevölkerung sieht, wie wir Krankheiten bei ihren Tieren verhindern, dann sehen sie, wie wir helfen. Dadurch wird sie sich auch selbst im Laufe der Zeit mehr um die Gesundheit ihrer Tiere kümmern.“

Ende dieses Monats wird ARCH eine Aufklärungskampagne unter dem Titel „Publigestion” durchführen, um die Haitianer über die Vorbeugung von Krankheiten, die Pflege von Tieren und Gesundheitsprobleme bei Haustieren und Menschen aufzuklären. Die Koalition führt gegenwärtig auch die allererste „Volkszählung“ von Hunden und Katzen auf Haiti durch, auf deren Grundlage die Zahl von Tollwutfällen sowie der Bedarf an Laborausrüstung ermittelt werden soll.

Ganz gleich welchen Herausforderungen sich das Land in Zukunft stellen muss – ARCH ist zuversichtlich, dass die Menschen auf Haiti viel besser vorbereitet sein werden. „Der 12. Januar war ein tragisches Ereignis für jeden in diesem Land. Doch wir werden nie wieder unvorbereitet sein”, sagt Dr. Thomas.

Vielen Dank, dass Sie diese Erfolge möglich gemacht haben. Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind auf dem Weg zu einer besseren medizinischen Versorgung der Tiere auf Haiti schon sehr weit vorangekommen.

Im "Katastrophenhilfe-Blog" >>  können Sie unseren Einsatz auf Haiti weiter verfolgen. 

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