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Rettung streunender Hunde in Sierra Leone

Feb 17, 2010

Mark Whitfield, ein englischer Sanitäter und Mechaniker stellt der WSPA Mitgliedsorganisation in Sierra Leone eine mobilen Tierklinik zur Verfügung

Mark Whitfield, einer englischer Sanitäter und Mechaniker, ist unterwegs nach Sierra Leone mit einer mobilen Tierklinik, die er unermüdlich selbst renoviert hat, um streunenden Hunden vor einem Leben voller Grausamkeit und Vernachlässigung zu bewahren.

Mark, 33, hat sich immer schon mit voller Leidenschaft für den Schutz der Tiere eingesetzt. Als er sich dazu entschied, sich seinen ganz persönlichen Traum zu erfüllen und streunenden Hunden in Afrika zu helfen, bat er die WSPA um Rat.

Wir stellten den Kontakt zu unserer Mitgliedsorganisation Sierra Leone Animal Welfare Society (SLAWS) her, die von dem örtlichen Tierarzt Dr. Jalloh geleitet wird und sich für die streunenden Hunde in Sierra Leone einsetzt.

Mark Whitfield, der die WSPA schon seit vielen Jahren engagiert unterstützt, entdeckte eine außer Dienst gestellte mobile Klinik, die von der privaten Organisation Corporate Health nicht länger benötigt wurde. Das einfache und robuste Fahrzeug verfügt über ausreichend Platz für zwei Operationsvorrichtungen. Mark Whitfield  verbrachte fast 300 Stunden damit, das ausrangierte Fahrzeug zu reparieren und zu überholen, um es wieder funktionstüchtig zu machen.

 

Freetowns Probleme mit streunenden Hunden

Die WSPA arbeitet seit 1990 mit SLAWS zusammen. Mit der Unterstützung der WSPA konnten Dr. Jalloh und sein Team fast 56.000 Hunde sterilisieren, impfen und entwurmen.

Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Die weit verbreitete Armut in Sierra Leone führt dazu, dass vermeidbare Krankheiten, wie die Tollwut, ausbrechen.

In einem kürzlich durchgeführten Interview schilderte Dr. Jalloh dem BBC World Service, welche unerwarteten Folgen der Bürgerkrieg in Sierra Leone für die heimische Hundepopulation hatte.

Mark Whitfield äußert dazu: „Ich habe Hunde schon immer geliebt und es ist wirklich eine Schande, dass sie in Zeiten der Armut und des Krieges vollkommen vergessen werden und niemand die Verantwortung für sie übernimmt. Die Hunde laufen hungernd und von Krankheiten gebeutelt in ganz Freetown frei herum. Und leider stellen sie auch ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko für die Menschen dar, die diese Hunde zudem meist nur als lästig empfinden.“

„Als ich davon hörte, was das Team von SLAWS leistet, fühlte ich mich unbeschreiblich inspiriert, sowohl den Hunden als auch den Menschen dort helfen zu wollen.“

 

Nach Marks Ankunft in Afrika

Ein kleiner Junge wartet mit seinem Hund vor einer SLAWS-Klinik

Mark Whitfield flog letzten Sonntag, am 14. Februar 2010, nach Sierra Leone, um sich mit Dr. Jalloh und seinem Team zu treffen und ihnen die mobile Tierklinik vorzustellen, mit der sie durch Sierra Leone fahren und den Hunden helfen werden.

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Die mobilen Kliniken bieten der WSPA und SLAWS die Möglichkeit, die Streuner nach und nach zu sterilisieren, zu impfen und gegen allgemeine Krankheiten wie Geschwüre und innere Parasiten zu behandeln. Das hat zur Folge, dass sowohl die Streunerpopulation als auch die Ausbreitung der Tollwut effizient unter Kontrolle bekommen werden können.
 
Mark Whitfield fügt hinzu: „Vielen Dank an die WSPA für ihre großartige Unterstützung, durch die dieses große Projekt ermöglicht werden kann! Wir sind alle sehr begeistert. Die Chance, so vielen Tieren helfen zu können, ist wirklich unglaublich!

 

Die nächsten Pläne für Freetown

Dass es in Afrika so viele streunende Hunde gibt, ist auf eine unverantwortliche Tierhaltung und unkontrollierte Zucht zurückzuführen. Da es kaum Tierärzte gibt und die hygienischen Verhältnisse katastrophal sind, leiden viele dieser Hunde an Krankheiten und sterben einen schmerzhaften Tod. Andere erleiden Verletzungen durch Unfälle, werden geschlagen oder haben kein Heim.

Der Stadtrat von Freetown (FCC) hat prinzipiell zugestimmt, eine örtliche Institution einzurichten, die sich um die Hunde kümmern soll. Sie hat sich ebenfalls damit einverstanden erklärt, ein Meldesystem aufzubauen, sowie Impfungen und Hundemarken gesetzlich vorzuschreiben. Außerdem wird sie die mobile Klinik unterstützen.

Die WSPA berät den Stadtrat von Freetown derzeit auch darin, Satzungen zu entwerfen, die eine exzellente Grundlage für die weitere Entwicklung des Projektes und die Sicherung der Finanzierung darstellen.

Informieren Sie sich näher über die Arbeit der WSPA mit streunenden Hunden >>

Und hier finden Sie weitere Informationen über die Arbeit der WSPA in Sierra Leone >>

 

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