
Orang-Utans sind vor allem gefährdet durch: die Zerstörung ihrer Lebensräume, menschliche Gewalt und die Aneignung durch den Menschen.
Um sowohl Auswirkungen als auch Ursachen für diese negativen Eingriffe in das Leben der Menschenaffen zu bekämpfen, sind die Strategien der Borneo Orangutan Survival (BOS) Foundation vielfältig: Einerseits werden Orang-Utans gerettet und konfisziert, um anschließend rehabilitiert und wiederausgewildert zu werden. Andererseits soll der Schutz des natürlichen Lebensraumes wiederhergestellt werden.
Dies will die BOS u.a. durch eine Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Regenwaldes bei der indonesischen Bevölkerung erreichen.
Eine immens große Zahl der bedrohten Menschenaffen ist auf den Schutz des Rettungsteams der BOS Foundation angewiesen. Das Expertenteam bringt die bedrohten Geschöpfe in das Rehabilitationszentrum. Hier finden sie den nötigen Schutz vor Menschen und Waldbränden. Damit die BOS Foundation weiterhin gefährdete Orang-Utans vor ihrem schrecklichen Leid bewahren kann, benötigt die WSPA ausreichend Kapital.
Um über mehr Platz für gewinnbringende Palmölplantagen verfügen zu können, werden verstärkt Waldbrände gelegt. Diese zerstören den Lebensraum, Baumhäuser und wichtige Nahrungsquellen der Menschenaffen.
BOS-Rettungsteams bringen verletzte und hungernde Orang-Utans oft in letzter Minute in Sicherheit. Sie schützen sie vor weiteren Gefahren, vor allem vor Kopfgeldjägern, die von den Plantagenbesitzern bezahlt werden, um die Affen zu töten, sollten sie sich in die Nähe ihrer Felder begeben.
Damit Orang-Utans noch schneller in Sicherheit gebracht werden können, führt die BOS Foundation einen Dialog mit der lokalen Bevölkerung und leistet Überzeugungsarbeit: Wird ein Orang-Utan in der Nähe einer Plantage entdeckt, informieren die Plantagenbesitzer das BOS-Rettungsteam. Auf diese Weise trägt die lokale Bevölkerung dazu bei, dass weniger Orang-Utans getötet und umso mehr in Sicherheit gebracht werden. Diese Beziehungen sind Teil der humanitären Bildungsstrategie der BOS Foundation und haben dazu geführt, dass mittlerweile sogar die Plantagenbesitzer schutzlose Orang-Utans persönlich in das Rehabilitationszentrum bringen.

Während erwachsene Orang-Utans getötet werden, bleiben junge Orang-Utans Zielscheibe des nationalen und internationalen Tierhandels. Sie werden gefangen genommen, auch dann, wenn sie durch Gewalteingriffe verletzt oder verstümmelt sind.
Um dieser Gewalt vorzubeugen, bringt die BOS Foundation Affen aus gerodeten Wäldern an sicherere Orte – Waldgebiete, die noch nicht so stark betroffen sind.
Zwar existieren Gesetze, die die Borneo-Orang-Utans vor Missbrauch schützen sollen, sie werden jedoch kaum durchgesetzt. Die BOS-Rettungsteams arbeiten daher mit dem indonesischen Ministerium für Forstwirtschaft zusammen. Sie konfiszieren die Tiere, um die illegale Haltung von Affen zu stoppen. Hervorzuheben ist hier ein Fall, indem allein 48 Orang-Utans vor ihrem Einsatz in einer quälerischen thailändischen Tiershow gerettet wurden.
Damit künftig die Voraussetzungen für mehr Schutz und weniger Verbrechen an den Menschenaffen gegeben sind, investiert die BOS Foundation verstärkt in Bildungsarbeit. Mitarbeiter der Rettungsteams fahren zu regionalen Schulen und berichten über ihre Arbeit.
Das Umweltbildungsprogramm ermöglicht den Kindern außerdem einen Besuch des Orang-Utan-Rehabilitationszentrums. Dadurch können sie aus nächster Nähe sehen, wie intensiv und aufwändig die Pflege der durch die Menschen vertriebenen und verletzten Orang-Utans ist.
Das Bildungsprogramm der BOS Foundation ist umfassend gestaltet, damit weite Teile der regionalen Bevölkerung erreicht werden.
So ist das lokale Informationszentrum für Beheimatete und Touristen stets geöffnet. Die vielen Arbeitsplätze, die mit dem Schutz der Orang-Utans und der Wiederaufforstung einhergehen, haben schon jetzt dafür gesorgt, dass die Achtung vor den Orang-Utans gewachsen ist.
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